Gruppe Bashkowsky

Good Night Buschkowsky Pride!

Offener Brief an Sandra Maischberger wegen der Einladung von Heinz Buschkowsky

24 Kommentare

Sehr geehrte Frau Maischberger!

Wie ich kürzlich erfahren habe, wird in ihrer morgigen Sendung in der ARD zum Thema “High Society oder Hartz IV: Wer sind die wahren Asozialen?” u.a. der Bezirkbürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowsky, zu Gast sein. Dort darf er dann sicherlich ordentlich Werbung für sein neues Buch “Neukölln ist überall” betreiben. Die Gruppe Bashkowsky findet sowohl die Anwesenheit von Heinz Buschkowsky, wie auch die Fragestellung der Sendung mehr als bedenklich. In seinem Buch diffamiert er in populistischer Weise nicht nur Arbeitslose oder arbeitende Arme, sondern darüber hinaus “argumentiert” er in rassistischen Mustern, um soziale Probleme zu erklären. So schreibt Buschkowsky: “Mit den Afrikanern ist noch mehr Brutalität, Drogen- Alkoholmissbrauch eingezogen.”

Er schreibt abwerternd von Migranten als “diese Menschen” und behauptet, dass “diese Menschen” sich grundsätzlich nicht benehmen könnten, ständig für Probleme in Neukölln sorgen würden und sich als Gruppe gegen die armen Deutschen verschworen hätten. Solche gefährlichen, wie unwahren Thesen ziehen sich durch das ganze Buch, auch wenn Buschkowsky im Vorwort versucht zu relativieren, indem er behauptet, er würde ja nicht alle Migranten und nicht alle Arbeitslosen und Armen meinen. Im Buch ist davon nichts zu lesen. Dort wird bewusst oder unbewusst drastisch verallgemeinert.

Buschkowsky beklagt sich in seinem Buch über den angeblichen Mangel an Bouletten und Currywurst in Neukölln: “An den Geschäften dominieren arabische Schriftzeichen. Wer Appetit auf eine ganz normale Currywurst oder Bulette hat, wird es schwer haben.” Nur seltsam, dass gleich gegenüber dem Rathaus Neukölln eine deutsche Pommesbude steht. Dazu gibt es sehr viele weitere Pommensbuden in Neukölln, die von reinrassigen Deutschen betrieben werden. Dazu bekommt man an vielen Dönerläden ohne Probleme eine Currywurst.

Ein Mitglied der Gruppe Bashkowsky würde Herrn Buschkowsky und den Zuschauer_innen diesen Umstand und vieles mehr gerne in ihrer Sendung einmal näher erklären, denn nicht nur in diesem Punkt beschreibt der Bezirksbürgermeister ein Neukölln, das in keinster Weise der Lebenswirklichkeit vieler Neuköllner_innen entspricht. Stellen Sie einfach einen weiteren Stuhl in ihrer Sendung dazu oder laden Sie diesen Millionär aus, wenn sonst der Platz nicht reicht. Beweisen Sie Mut zur Wahrheit, unterstützen sie weder rechtspopulistische Denkverbote, noch die Meinungsdiktatur der rassistischen Mitte der Gesellschaft und laden Sie kurzfristig ein Mitglied der Gruppe Bashkowsky in ihre Sendung “Menschen bei Maischberger” ein. Wir bringen für Heinz Buschkowsky auch hausgemachte Bouletten aus Neukölln und reichlich Bier mit.

 

Mit freundlichen Grüßen
Die anarchistische Wutfaust der Gruppe Bashkowsky (Sascha Klein)

 

 

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24 Gedanken zu “Offener Brief an Sandra Maischberger wegen der Einladung von Heinz Buschkowsky

  1. Pingback: Offener Brief an Sandra Maischberger wegen der Einladung von Heinz Buschkowsky « Telegehirn

  2. “Die in der “Bild”-Zeitung vorgestellten Thesen sind tatsächlich im Buch zu finden. Es darf aber niemanden überraschen, dass gerade diese Zeitung sich große Mühe gegeben hat, die argumentierenden und einordnenden Passagen wohlweislich zu übersehen. Im Grunde ist es einfach: Wer Buschkowsky aufgrund der Auszüge in der “Bild” als Rassisten oder Agitator schimpft, ist auf die boulevard’sche Darstellung der Bild-Zeitung reingefallen, nicht auf den Bürgermeister.”

    Ihr seid mal wieder auf die BILD Zeitung reingefallen. Blind ihrer Hetze gefolgt. Peinlich.

  3. Mal wieder? Wann sind wir denn schon mal auf die “bild”-Hetze reingefallen? Ist mir nicht bekannt. Ich teile die Bewertung des Buches, die von Neuköllner Net stammt, in keinster Weise. Da die Auszüge ja der Wahrheit entsprechen und sich im Buch noch weiter rassistische Passagen finden, wird unsere Kritik doch bestätigt.

  4. Lieber Hubert, unsere Kritik bezieht sich auf mehr als “nur” das Buch. Ich bin mittlerweile von dem in den letzten Tagen ständig gehörten Vorwurf ich dürfe Buschkowsky nicht kritisieren, weil ich das Buch nicht gelesen hätte (was im Übrigen nicht stimmt) tierisch genervt. Der Gruppe Bashkowsky geht es darum Rassismen in unserer Gesellschaft aufzudecken und einen neuen Diskurs über Rassimus anzustoßen. Dazu gehören auch ganz klar viele Passagen im neuen Buch von Buschkowsky. Siehe dazu z.B den Text “Rassismus ist überall” auf unserer Seite.

  5. Eines muss ich loswerden: ich finde es merkwürdig, dem Buschkowsky vozurechnen, dass es in NK auch Bulletten gibt. Das ist doch echt völlig egal. Viel komischer ist es doch, dass er die Bulletten “normal” nennt. Da merkt man doch was.

    • Zustimmung. In dem Beklagen über fehlende Currywürste liegt doch das rassistische Moment. Dieses Argumentationsmuster darf man doch nicht mitgehen, indem man versucht Buschkowsky empirisch zu widerlegen. Damit gibt man ihm in der Grundannahme recht, dass deutsche Currywürste nach Neukölln gehörn.

  6. Was haben Kirsten Heisig, Sarrazin und Buschkowsky gemeinsam? Alle drei sind Linke. Na gut die Heisig nicht. Die war mal, die hat sich aufgehängt. Die Menschenjagd durch ihre Gesinnungsgenossen hat da wohl ihres getan ;O)

    aja und alle drei sind Vollidioten.

    Wie kann man so abgefuckt dämlich sein und glauben die Linken sind auch nur eine Sekunde bereit der Realität ins Auge zu sehen um am Ende ihre emanzipatorischen Ziele auch (dauerhaft!!!) verwirklichen zu können.

    Ihr Spinner glaubt am wirklich, dass Diskurse die Welt bestimmen. Die Welt ist um etliches handfester…aber die Trugbilder stürzen noch ein. Be happy!

  7. “Ihr Spinner glaubt am wirklich, dass Diskurse die Welt bestimmen. Die Welt ist um etliches handfester…”

    Ja, stimmt. Die Welt besteht zum Beispiel aus Molotov-Cocktails, die auf Asylbewerberheime fliegen. Oder aus Stacheldraht. Oder aus den Knarren von Frontex. Alles sehr handfeste Dinge, in der Tat.

  8. Ist der Satz: “Mit den Afrikanern ist noch mehr Brutalität, Drogen- Alkoholmissbrauch eingezogen” unwahr? Wo ist euer Problem? Das ist doch eine Tatsache, die jedem bekannt ist. Das hat doch nichts mit Rassismus zutun. Wenn die Wahrheit Rassismus wäre, dann wäre ja Rassismus wahr. Da aber eurer Ansicht nach Rassismus nicht der Wahrheit entspricht, kann diese Aussage gar kein Rassismus sein.

    • @Werner

      Du gibst dir nicht mal Mühe deinen Rassismus nicht zu zeigen. “Die Afrikaner” sind halt so, willst du sagen, ja? Meine Fresse. Leute wie du halten ihren Rassismus, ihre abstruse Wahrnehmung der Realität für die Wahrheit. “Alle Afrikaner sind brutal, saufen, nehmen und verkaufen Drogen” und du willst mir erzählen, dass sei die Wahrheit. OIDA! Schlag dich mit dem Buch von Buschkowsky selbst tot.

      • Schau mal, das bringt doch nichts. Du verdrehst einfach Aussagen nur um krampfhaft irgendwelche Rassismusvorwürfe zu generieren. Es geht doch um Tatsachen. Wenn ich zum Beispiel sage, dass Menschen mit Migrationshintergrund in Berlin im Durchschnitt einen schlechteren Schulabschluss als Menschen ohne Migrationshintergrund habe, dann ist das eine Tatsache. Du würdest mir gleich Rassismus unterstellen und behaupten ich hätte gemeint, alle Menschen mit Migrationshintergrund sind dumm. Das würde dann jede weitere Diskussion über eine Verbesserung der Bildung von Menschen mit Migrationshintergrund ersticken. Damit hast du dann dein Ziel erreicht. Herzlichen Glückwunsch!

        Noch etwas, ich arbeite in Neukölln in einem Bildungsprojekt für Erwachsene. Wir suchen noch ehrenamtliche Unterstützung. Vielleicht kann uns da jemand von euch unterstützen.

      • @Werner

        Du machst alles an der Herkunft fest und willst uns hier für dumm verkaufen. Du hinterfragst in keinster Weise die sozialen und gesellschaftlichen Ursachen von Diskriminierung und Ausgrenzung. Erst Menschen benachteiligen und ihnen dann vorzuwerfen, dass es Defizite gibt, ist zynisch und heuchlerisch. In welchem Projekt arbeitest du denn oder ist das nur vorgeschoben, wie ich stark vermute?

  9. @werner:

    Es geht eben nicht nur um Tatsachen, sondern vor allem um ihre Erklärung. Dass Menschen mit Migrationshintergrund eine schlechtere Bildung haben ist wahr. Jetzt tust du so als würde Buschkowsky sagen: Na das ist ja mal ungerecht, ab sofort fördern wir die mehr, so dass sie auch eine gute Bildung bekommen. Das sagt er doch nicht. Er sagt: Das liegt daran, dass die sich nicht anstrengen, ist ja auch klar, wenn der Papa zu faul zum arbeiten ist und morgens nicht aufsteht. Außerdem liegt es an ihrer Kultur, dass man sich nicht anstrengt und lieber Hartz4 bekommen will. Und ein schickes Auto hat man ja trotzdem etc. etc.
    Das ist eine falsche Erklärung. In diesem Bildungssystem gibt es notwendig Verlierer (Kleiner Lektüretipp: http://www.fhuisken.de/Czerny.pdf ). Wer allen Kindern eine 1 gibt, verliert als Lehrer seinen Job, selbst wenn alle Kinder alles verstanden hätten. Die Verlierer sind nunmal nach der Tendenz die mit den schlechteren Vorraussetzungen. Dazu gehört neben schlechterer materieller Ausgangslage z.B. auch Migrant zu sein. Jeder weiß doch, dass man sich als Ausländer doppelt so arg anstrengen muss, um nach oben zu kommen, später bei der Jobsuche genauso usw.
    So, das ist imo die korrekte Erklärung, wieso Migranten im Durchschnitt eine schlechtere Bildung haben. Die ist nicht rassistisch, rassistisch ist eine Erklärung, die die Gründe in die Natur der Menschen verlegt. Das macht der Buschkowsky sehr wohl, wenn auch manchmal implizit.
    Genau z.B. bei dem Afrikaner Ding: Die saufen und verticken Drogen, die SIND NUNMAL SO. Anstatt zu schauen warum sie es tun und wieso es überhaupt relevant sein soll, welche Hautfarbe drogenschmuggelnde Alkohol trinkende Leute haben. Gegen die Deutschen Trinker in den Hertha-Kneipen hat der Buschkowsky ja nichts. Wieso eigentlich nicht? Weil er den Afrikanern nachsagt, sie würden zuhause bleiben anstatt, wie die Türken, in Cafés herumzuhängen. Und damit seien sie noch schlechter kontrollierbar. Da fällt einem doch was auf. Wenn ich durch die Straßen gehe hab ich nie das Problem, dass ich Leute kontrollieren muss und mich darum Sorge, dass ich manche nicht kontrollieren kann, weil sie zuhause sind. Der Buschkowsky hat dieses Problem. Weil es als Politiker sein Beruf ist darüber zu wachen, dass alle nach den Regeln spielen. Bei den Deutschen unterstellt er erstmal eine grundsätzliche Parteilichkeit für die deutschen Gesetze, bei Ausländern ist er immer misstrauisch, deshalb muss er sie kontrollieren.
    Das ist der ganz grundlegende Rassismus demokratischer Staatswesen, da ist Buschkowsky bloß die Spitze des Eisbergs.

    • @istvan kantor

      Sie unterstellen Buschkowsky Dinge die er nie gesagt hat. Er sagt nicht “die SIND NUNMAL SO” wegen ihrer Natur. Das ist das was sie sagen. Er spricht doch genau vom Gegenteil. Er sagt, die Probleme liegen in äußeren Umstände. Es ist doch genau Buschkowsky der sagt, egal welcher Abstammung, Hautfarbe etc. jedes Kind in Neukölln soll die gleichen Chancen haben. Dazu muss man aber die unterschiedlichen Probleme der einzelnen Gruppen auch benennen. Es gibt eben kulturelle Unterschiede zwischen den Menschen, das hat nichts mit “die Gründe in die Natur der Menschen verlegt” zu tun. Das hat vor allem mit Sozialisierung zu tun. Genau darum geht es in dem Buch. Wie können wir den Kindern aus Neukölln (egal welcher Abstammung) ein Wertesystem und Bildung vermitteln, dass sie Teil unserer Gesellschaft werden. Das ist doch das komplette Gegenteil zum Rassismus.

  10. @Werner

    Soweit kommt es noch, dass wir Linken uns auch noch in der ehrenamtlichen Bildungsförderung in Neukölln zu engagieren. Wir haben genug damit zu tun den Rassismus zu bekämpfen. Die Bildungsförderung aus Neukölln sollen gefälligst die rassistischen Anhänger von Buschkowsky übernehmen.

  11. Ich dachte immer Anarchie wäre das politische Ziel der FDP. Auch super die Vorstellung von Neukölln im anarchistischen Kollektiv. Vielleicht mal eine Propaganda der Tat Aktionen: “Lesepate an der Hans-Fallada-Schule”.

  12. Wie denn auch, ich bin doch ein Linker.

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