Gruppe Bashkowsky

Good Night Buschkowsky Pride!

Gruppe Bashkowsky besucht die BVV Neukölln und Heinz Buschkowsky

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Anlässlich der ersten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln nach der Buchveröffentlichung des Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky, besuchte die Gruppe Bashkowsky das Rathaus Neukölln und nahm auf einer der Zuschauer_innentribünen Platz. Zur Sicherheit, damit nicht Jubelperser_innen die freien Plätze okkupieren, hatten wir vorher ausreichend viele Plätze reserviert. Diese Reservierung wurde innerhalb des Rathauses weitergetragen und so wunderte es nicht, dass drei Herren vom Staatsschutz anwesend waren und in der ersten Etage auf einem Sofa rumlümmelten. Die Gruppe Bashkowsky beugt sich jedoch keiner Erpressung oder Einschüchterung. Wer in Deutschland ein rassistisches Buch schreibt, der wird nun einmal vom Staat geschützt, was wir durchaus logisch finden, denn Rassismus ist der Alltag in Deutschland.

Kurz vor Beginn der Sitzung nahmen wir auf der Tribüne 1 Platz und wurden misstrauisch bis ängstlich aus dem Saal unter uns beäugt.

BVV Neukölln kurz vor Beginn der Sitzung

BVV Neukölln kurz vor Beginn der Sitzung

Als TOP4 stand die Rede des Bezirksbürgermeisters auf dem Programm. Vorher gab es u.a. die Bürger_innenfragerunde und wir werden uns da für die nächste Sitzung ein paar lustige Fragen stellen und direkt vom Pult der BVV agitieren. Dann trat Heinz Buschkowsky ans Mikrofon, den wir vorher nicht sehen konnten, da er sich unter uns und damit ausserhalb unseres Sichtfelds befand. Den Anfang seiner Rede hat Daniela Berger bei Twitter phantastisch zusammengefasst: “Wisst Ihr, was mich heute echt bedrückt hat? Wir haben nicht viel von Buschkowskys Ansprache gehört (rausgeflogen), aber in den fünf Minuten hat er so abfällig sowohl über die Roma als auch über Asylanten gesprochen, dass einem schlecht werden kann. Ich hatte das Gefühl, er sieht sie nicht wie Menschen, sondern wie eine Ware. Eine minderwertige Ware, die nur Probleme verursacht.” Ich verfasste aus der BVV-Sitzung heraus diesen Tweet dazu: “#Buschkowsky meint also das Boot ist voll. Nur er verklausuliert das besser als die NPD.”

Hier gibt sich niemand Mühe, seinen Rassismus nicht zu zeigen. Die Mitte der Gesellschaft und dort braucht niemand Mut, um gegen Nicht-Deutsche zu agitieren. Das ist der deutsche Normalzustand im Jahre 2012. Dann erhob sich die erste Reihe der Gruppe Bashkowsky und einige ihrer Sympathisanten und Sympathisantinnen, und der BVV, die bisher nicht fähig oder willig war, dem Bezirksbürgermeister gegenüber eine Kritik an seinem rassistischen Machwerk zu formulieren. Gezeigt wurde der Hashtag #Bashkowsky in die Höhe gehalten.

Die Gruppe Bashkowsky hält in der BVV Neukölln den Hashtag #Bashkowsky hoch

Die Gruppe Bashkowsky hält in der BVV Neukölln den Hashtag #Bashkowsky hoch

Ein stiller Protest. Einen kurzen Moment sprach Buschkowsky weiter, bis er vom paternalistisch wirkende Vorsteher der BVV, Jürgen Koglin, unterbrochen wurde. Heinz Buschkowsky schaute entgeistert auf die Tribüne. Das kannte er aus der BVV bisher nicht und wir konnten sehen, wir dem Sonnenkönig ein Zacken aus der Krone brach. Kurz hintereinander forderte der Vorsteher der BVV Neukölln uns auf, die parlamentarische Ordnung wiederherzustellen. Nach der dritten Aufforderung blaffte er uns an, dass wir des Saales verwiesen wären. Vielleicht sind wir zu schnell aufgestanden, aber ganz ehrlich: Niemand von uns hätte den kleinbürgerlichen Mief dort eine Sekunde länger ausgehalten. Auf dem Weg nach draussen wurden wir nicht aufgehalten oder kontrolliert. Auch die drei Staatsschutzbeamten wurden verschwunden ohne uns ein lukratives Spitzelhonorar anzubieten.

Vor dem Rathaus Neukölln formierte sich die Gruppe Bashkowsky neu und präsentierten interessierten Neuköllnern und Neuköllnerinnen, sowie der vor dem Haus wartenden Polizei noch einmal unsere Hashtags.

Die Gruppe Bashkowsky hält vor dem Rathaus Neukölln den Hashtag #Bashkowsky hoch

Die Gruppe Bashkowsky hält vor dem Rathaus Neukölln den Hashtag #Bashkowsky hoch

Als Zugabe formierte die Gruppe Bashkowsky, den ebenfalls auf T-Shirts aufgedruckten Slogan Tschüssikowsky:

Die Gruppe Bashkowsky hält vor dem Rathaus Neukölln denSlogan Tschüssikowsky hoch

Die Gruppe Bashkowsky hält vor dem Rathaus Neukölln denSlogan Tschüssikowsky hoch

Ankündigungen zu weiteren Aktionen folgen in Kürze.

Hier zwei Fotos, die von der Gegentribüne aufgenommen wurden:

Bashkowsky besucht Buschkowsky in der BVV Neukölln

Bashkowsky besucht Buschkowsky in der BVV Neukölln

 

Bashkowsky besucht Buschkowsky in der BVV Neukölln

Bashkowsky besucht Buschkowsky in der BVV Neukölln

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