Gruppe Bashkowsky

Good Night Buschkowsky Pride!

Bashkowsky vor und Buschkowsky in der Urania

71 Kommentare

Der erste Herbststurm des Jahres über Berlin konnte die Gruppe Bashkowsky und ihre phantastischen Unterstützer_innen nicht davon abhalten vor die Urania Berlin zu ziehen. In letzter Minute erreichte uns, dank tatkräftiger Solidarität, ein Verstärker samt Mikro. Zur ersten Aktion der Gruppe Bashkowsky ausserhalb von Neukölln gesellten sich Mitglieder_innen des JugendtheaterBüro Berlin und brachten sich lautstark und phantasievoll ein. Trotz der ungünstigen Uhrzeit am einem Wochentag, sowie der schlechten Witterungsbedingungen beteiligten immerhin bis zu 50 Menschen an unserer Kundgebung.

Wir kamen dem Wunsch von Heinz Buschkowsky nach, der gerne einmal jene Passagen vorgelesen haben möchte, die rassistisch seien. Leider wollte der Bezirksbürgermeister von Neukölln partout nicht vor die Tür kommen, um sich das anzuhören. Als Erste sprach die Neuköllnerin. Sie hinterfragte den von Buschkowsky verwendeten Begriff des Bio-Deutschen und machte anhand von Zitaten aus dem Buch “Neukölln ist überall” deutlich, was wir als rassistisch erachten:

“Was sind denn in Ihren Augen eigentlich „Biodeutsche“? Trif diese Bezeichnung für Menschen zu, die einen deutschen Stammbaum haben? Wenn dem so ist, interessiert uns sehr, welcher Voraussetzungen es eigentlich bedarf, um seinen Stammbaum deutsch nennen zu können. Wir müssen Ihnen sicherlich nicht erklären, dass es kein urdeutsches Volk gibt. Das ein deutscher Stamm lediglich ein völkisches Konstrukt ist. Wenn das also rausfällt, sind „Biodeutsche“ dann Personen, die blonde Haare haben, Schweinefeisch und Bouleten essen? Sind „Biodeutsche“, Menschen, die, wie Sie es in Ihrem Buch so oft äußern, sich zu „deutschen Kulturriten“ bekennen? Die Wagner hören, Goethe und Schiller lesen und immer pünktlich sind? Sie beschreiben deutsche Kulturriten mit Begrifen wie „Disziplin, Fleiß, Ordnung, Rücksichtnahme, Toleranz und Respekt vor anderen“. Große Worte sind das. Wir empfehlen Ihnen an dieser Stelle wärmstens in Zukunft mit einem besseren Beispiel voran zu gehen.

In Ihrem Buch gelingen Ihnen dies leider nur semigut. Sie sprechen häufig von Menschen, die aus Gesellschaften mit einem, wie Sie gerne betonen, „vordemokratschen Stand“ stammen und dann hier das deutsche System nicht verstehen und sich in Parallelwelten zurückziehen. Anstat die Verhältnisse zu kritisieren, in denen jene Menschen oft leben müssen, kritisieren Sie meist lediglich bestimmte Personengruppen. So schreiben Sie:

„Es ist einfach so, dass Bevölkerungsschichten entstanden sind, die keinerlei Interesse daran haben, sich in diese Gesellschaft zu integrieren. (…)“.

Und weiter heißt es:

„Jeder, der in irgendeiner Form die deutsche Gesellschaft sichtbar repräsentert, wird zum Ziel von Aggressionen. In Neukölln betrifft das insbesondere die arabischen Großclans, die zu einem erheblichen Anteil in die organisierte Kriminalität verstrickt sind oder sie auch darstellen.“
(S. 239/240)

Sie setzen in diesem Abschnit sogenannte „arabische Großclans“ undiferenziert mit organisierter Kriminalität ins Verhältnis und befeuern angstbesetzte Bilder über einen Neuköllner Alltag, den wir so absolut nicht bestätigen können. Ähnlich verhalten Sie sich im Kapitel „Unsere Kindertagesstäten“. Dort berufen Sie sich auf die
Äußerungen zweier Kita-Leiterinnen, die Ihnen, wie Sie sagen, „ungeschminkt ihre Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus jahrzehntelanger Arbeit mit Kindern in Neukölln auf den Tisch gelegt“ haben sollen. Mit der Begründung, dass Sie diese Frauen schützen wollen, damit sie „weiter ungestört für die Neuköllner Kinder arbeiten können“, nennen Sie keine Namen. Sie geben aus den Gesprächen u.a. folgendes wieder:

„Zu dem früher üblichen Bestand der türkisch- und arabischstämmigen Bevölkerung haben sich zunehmend Schwarzafrikaner im Gebiet niedergelassen. Mit den Afrikanern ist noch mehr Brutalität, Drogen- und Alkoholmissbrauch eingezogen. Türkische und arabische Männer sitzen in den Cafés. Afrikanische Männer sitzen zu Hause, sehen fern, spielen, telefonieren und trinken. Afrikaner lassen sich noch schwerer in die Karten schauen als die anderen Ethnien.“ (S. 247)

Herr Buschkowsky, diese Passage ist eindeutig rassistisch. Wir fragen uns, warum Sie in diesem Abschnit das angeblich von den Leiterinnen Gesagte nicht in Anführungsstriche setzen, deutlich als Zitat kennzeichnen, oder zumindest im Konjunktiv schreiben. An anderen Stellen im Buch schaffen Sie es doch auch Zitate als solche kenntlich zu machen. Doch hier finden wir eine eindeutig rassistische Passage vor, von der Sie sich weder stilistisch, noch inhaltlich distanzieren.

An anderer Stelle schildern Sie Ihre Einschätzung zum Thema Kriminalität von Minderjährigen. Sie stellen hier Mutmaßungen gegenüber Neuköllner Familien an und bedienen ofen rassistische Vorurteile. So schreiben Sie:

„Leider haben wir aber auch den Eindruck, dass in verschiedenen Familien Kinder planmäßig zur Kriminalität erzogen und ausgebildet werden. Das ist wohl traditonell ein Markenzeichen von durchziehenden Banden aus Südosteuropa. Aber nicht nur.“ (S. 227/ 228)

Das halbherzig angehängte „aber nicht nur“ am Ende, bleibt bei den durchschnitlichen Leser_innen vermutlich eher weniger hängen. Sie reproduzieren hier einen angstmachenden Sterotypen von „kriminellen durchziehenden Banden“ aus Südosteuropa. Wir möchten lieber nicht weiterdenken, welche Menschen Sie damit ganz augenscheinlich meinen.”

Der Gruppe Bashkowsky wurde oft entgegengehalten, dass wir das Buch von Buschkowsky nicht gelesen hätten, was wir jedoch am Donnerstag glanzvoll widerlegen konnten. Während der ersten Rede kam es zu einem kleinen Zwischenfall, als ein christlicher Fanatiker der sog. “Bürgerbewegung Pax Europa”, der vor der Urania fleissig seine hinterweltlerische Propaganda in gedruckter Form verteilte, die Kundgebung störte. Nach der kurzen Aufregung verlas ich diverse rassistische Stimmen aus den Untiefen des Internets, die Buschkowsky zujubeln. Diese Sammlung des Schreckens und des Hasses, werden wir hier noch gesondert präsentieren. Hier nur zwei Beispiele, welche Büchse der Pandora Heinz Buschkowsky da geöffnet hat.

„Es ist doch unverschämt, diesen Mann (der einfach die Wahrheit über seine Erfahrungen in diesem Bezirk schreibt) Rassismuss vorzuwerfen! UNGLAUBLICH! Wo kommen wir denn da hin, uns Deutsche als Rassisten zu beschimpfen! Die gehören angezeigt! WENN ich mal Rente beziehen “darf”, sind die Kassen leer und einer aus dem Takatuka-Land bezieht dann meine verdiente (Einheits-) Rente, hat aber NIE eingezahlt……ja nee iss klar Leute!”

Wenn Rassisten mit rassistischen “Argumenten” beweisen wollen, dass sie keine Rassisten sind. Das ist Deutschland 2012. So wird Buschkowsky dafür gedankt, dass er “die Wahrheit” schreibt:

„Vielen Dank Herr Buschkowsky für diese wahren Worte/Zeilen. Es liegt doch auf der Hand, dass diese armen Migranten nur wegen unserem Sozialsystem hier sind. Wer hat da noch Bock in so ein soziales System einzuzahlen, wenn man damit nur erreicht dass sich die Erkans, die Erhans, die Hakans, die Mehmets und die Yilmaz mit ihren ganzen Sippen bei uns breit machen.“

Am Ende sei noch ein kurzer Blick auf eine Pressereaktionen erlaubt, die stellvertretend für so viele unkritische Berichte steht und die bemüht ist, Heinz Buschkowsky einen Persilschein auszustellen. Bei Zeit Online schreibt Katharina Schmitz über die Teilnehmer_innen der Kundgebung:

“Richtige Sympathieträger sind die paar Demonstranten nicht, die da bei Wind und Regen vor der altehrwürdigen Berliner Urania stehen. Ich denke mir: Ein etwas differenzierterer Empörungscharme würde solchen Aktionen einfach gut tun, nicht die ewige Rassismuskeule. Das Häuflein Demonstranten ist angerückt, um gegen Heinz Buschkowsky zu protestieren, der am Donnerstagabend vor ausverkauftem Haus sein Buch Neukölln ist überall vorstellt.”

Frau Schmitz hat meines Wissens mit niemanden aus der Kundgebung gesprochen oder einmal nachgefragt, was wir an dem Buch von Buschkowsky auszusetzen haben. Der Gruppe Bashkowsky geht es nicht darum sympathisch zu wirken und schon gar nicht auf Verteidiger_innen von Buschkowsky, die keinen unserer Artikel oder Tweets gelesen, geschweige denn einer unserer Reden gelauscht haben. Der Begriff Rassismuskeule ist einer der schäbigsten Begriffe, der in diesen Tagen die Runde macht. Es handelt sich hierbei um die Rassismuskeulekeule, die geschwungen wird, um Kritik an dem Buch von Buschkowsky wegzuwischen. Frau Schmitz möge doch bitte einmal erklären, warum die von uns hier vorgetragende Kritik, die wir anhand von Zitaten aus Buschkowskys Buch untermauern, unrichtig sei. Der oberflächliche Vorwurf, wir würden gegen die Person Buschkowsky demonstrieren und nicht eher gegen seine Äußerungen, hat hier einiges an Gelächter ausgelöst. Frau Schmitz wünscht sich mehr differenzierteren Empörungscharme bei der Gruppe Bashkowsky. Ich persönlich würde mir weniger Schweinejournalismus wünschen, aber das Leben ist halt kein Ponyhof.

Spätestens am 15. Oktober wird die Gruppe Bashkowsky vor dem Willy-Brandt-Haus wieder in Aktion treten, wenn Buschkowsky u.a. mit Sigmar Gabriel so eine dieser komischen Podiumsdiskussionen abhalten wird. Weiteres Details dazu folgen in den nächsten Tagen. Ich möchte noch einmal ausdrücklich allen danken, die uns durch ihre Teilnahme und sonstige Hilfe so toll unterstützt haben. Ihr seid phantastisch. Danke!

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71 Gedanken zu “Bashkowsky vor und Buschkowsky in der Urania

  1. Hy Organisator_innen,

    gute Aktion das ganze und wohl ein epischer Win. Die Äußerungen von Frau Schmitz, die auf vorherige Kommunikation verzichteten, sprechen in ähnlicher Weise wie die verständnislosen Blicke mancher Besucher_innen der Urania-Veranstaltung über die strukturellen Rassismen, die sich in unserer gesellschaftlichen “Mitte” etabliert haben.
    Die kulturrassistischen Pax-Christi-Anhänger vor Ort haben verstanden, dass sie dort richtig sind, wenn Bücher über Volks/Biodeutsche geschrieben werden. Ein Kommentar zur Rassismuskeulekeule erübrigt sich wohl. Trauriges Land.

    n.

  2. Zum Wort Biodeutsche, da du es offensichtlich nicht deuten kannst. Ich denke Buschkowsky meint damit die Leute, die in den Bioladen laufen und glauben damit wäre die Welt automatisch besser. Menschen, die Angst vor der Wahrheit haben, jedoch völlig von sich überzeugt sind. Davon überzeugt sind, dass sie alles richtig und besser als die Anderen machen. Manche nennen sie auch Gutmenschen.
    Wie auch immer, ich finde die hier dargestellte Kritik teils angebracht, teils lächerlich. Es kommt eben darauf, wie man ein Buch zwischen den Zeilen liest. Das Rechtspopulisten das Buch als ihre neue Bibel in den Schrank stellen, dürfte jedem klar sein.
    Ich habe das Buch zwar noch nicht gelesen, werde es jedoch tun und kann schon jetzt sagen, dass ich einige seiner Ansichten teile.
    Ich wohne im Schöneberger Ghetto und weiß genau was dieser Mann meint. Und dass er nicht alle Menschen der jeweiligen Gruppe meint, sollte jedem klar sein.
    Der Abschnitt, der lediglich im Indikativ steht ist zwar problematisch, jedoch halte ich nur den letzten Satz für tendenziös rassistisch.

    Selbst die Aussage “Mit den Afrikanern ist noch mehr Brutalität, Drogen- und Alkoholmissbrauch eingezogen.” ist nicht rassistisch, sofern es sich um eine Tatsache handelt. Die Ursache mag natürlich bei unserem System zu suchen sein, vielleicht auch bei dem Herrn Bürgermeister selbst, vielleicht aber auch an der Herkunft. Die Herkunft muss aber nicht meinen, dass es sich um dunkelhäutige Menschen handelt, sondern eher dass der Alltag jener Afrikaner möglicherweise durch Hinrichtungen und Vergewaltigungen durch Rebellen, sowie schrecklicher Armut geplagt war.

    Ein anderer Grund, warum Afrikaner hier genannt werden, wird die Tatsache sein, dass sie leicht Asyl bekommen, unabhängig davon, ob sie es brauchen. Hier werden dann Drogen gedealt und dann geht‘s mit viel Geld wieder zurück. Mag sein, dass das rassistisch klingt, ich hab das jedoch das erste Mal von meinem Politik-Lehrer gehört, Alt-68er und ganz schön links. Naja, ist sicher latenter Rassimus gewesen.

    Buschkowsky scheint mit seinem Buch den ersten Schritt zu machen, die Benennung eines Problems. Hierbei spielt die Ursache zunächst keine Rolle.

    Und dass es arabische Großclans in Neukölln gibt kannst du nicht bestätigen?
    Naja vielleicht ist Schöneberg auch krasser, denn ich könnte mir das von dem Späti-Verkäufer oder eben auch vom Ticker schriftlich geben lassen.
    Ich komme aus Bremen und wenn man mal ne Todesdrohung von Mitgliedern des Miri-Clans bekommen hat, dann weiß man wovon man spricht.

    Wie dem auch sei, wer immer im Bioladen einkauft und nachts in der Wohnküche darüber diskutiert wo man die nächsten Blumen pflanzen könnte, der wird von Kriminalität und der Problemen der Parallelgesellschaft auch nichts mitbekommen.

  3. @Marcel Jay

    “Zum Wort Biodeutsche, da du es offensichtlich nicht deuten kannst. Ich denke Buschkowsky meint damit die Leute, die in den Bioladen laufen und glauben damit wäre die Welt automatisch besser. Menschen, die Angst vor der Wahrheit haben, jedoch völlig von sich überzeugt sind. Davon überzeugt sind, dass sie alles richtig und besser als die Anderen machen. Manche nennen sie auch Gutmenschen.”

    Ich kann Buschkowskys Begriff der “Biodeutschen” sehr gut deuten, denn ich kann lesen. Und ich muss dir widersprechen: “Biodeutsche” sind keine „Gutmenschen“.

    Wenn Buschkowsky von „Biodeutschen“ schreibt, spricht er von „bio-deutscher oder auch ethno-deutscher Bevölkerung“ (S. 35). Er definiert „Biodeutsche“ klar als „Menschen ohne Migrationshintergrund“ (S. 205) und unterscheidet bei seinen Argumentationslinien durchgängig herkunftsabhängig, zum Beispiel in „Bio-Deutsche wie Einwandererkinder“ (S. 352).

    Buschkowskys Bild über „Gutmenschen“ ist hingegen ein ganz anderes: „Das ist eine schmerzhafte Wahrheit für Gutmenschen. Es sind eben nicht alle Menschen edel, verantwortungsbewusst und engagiert. Es gibt auch Vollpfosten. Und auch die in unterschiedlicher Farbe.“ (S. 286)
    In dieser Passage lässt sich Buschkowsky wieder klar zu einer rassistischen Argumentation hinreißen. Im Gegensatz zu den „Gutmenschen“, traut er sich die Wahrheit auszusprechen. Traut er sich zu sagen, dass es Probleme und „Vollpfosten“ gibt. Und traut er sich zu sagen, dass es diese „Vollpfosten“ in „unterschiedlicher Farbe“ gibt.

    Die „Gutmenschen“ hätten „in Sachen Integration“ eine „Wand des Schweigens“ (S. 130) aufgebaut, eine „Gutmenschen-Mafia“ (S. 83) bestehend aus „vom Beschützersyndrom Geschädigten und Demokratieerfindern“, die Menschen wie ihm das „Recht abspricht zu sagen, was sie denken“ (S.130). Buschkowsky versteht sich als Gegenpart zum „Gutmenschen“, nämlich als „bad boy“ (S. 380).

    Wären “Gutmenschen” also das was Buschkowsky mit dem Wort “Biodeutsche” umschreibt, hätte er an “Gutmenschen” doch gar nichts auszusetzen.

    • “Biodeutsche”, dieser Begriff ist keineswegs Buschkowskys Erfindung, sondern zuerst als Diffamierungswort für “nichtmigrantische Deutsche” entstanden in grünen und “linken” Kreisen. Ist mir schon vor Jahren begegnet bei der damaligen Kreuzberger Bürgermeisterin Reinauer und ihrem Umfeld, welches sich bemüht zeigte, unter dem Ticket “Migrantenpartizipation” nepotistisch Posten zu besetzen.
      “Biodeutsch” ist ein rassistischer Begriff.

  4. Okay, das ist mir wohl nicht klar geworden beim überfliegen, da ich das Wort Bio-deutsche auch noch nie gehört habe.

    Wenn ich mir nun ein Video von ihm ansehe, beispielsweise das hier http://www.youtube.com/watch?v=f8zr2ADAYL8
    kann ich keinen Rassisten erkennen. Nicht mal Xenophobie, was ja noch lange nicht so schwer wiegt wie Rassismus.

    Ich denke der Herr drückt sich einfach nur ziemlich hart und direkt aus, er scheißt auf politische Korrektheit. Und ich denke das ist in dieser Debatte, die viel zu lange vernachlässigt wurde, äußerst notwendig. Unabhängig davon, ob seine Thesen nun kohärent und stringent seien, so befürchte ich doch, dass die bisherige Integrationspolitik, wenn auch ausgebaut in den letzten Jahren, einfach nicht ausreichend ist.

    Wenn wir Buschkowsky jetzt als Rassisten abstempeln und dabei die real existierenden Probleme ignorieren, ist niemandem geholfen.
    Dass durch das Buch etwas Öl ins Feuer gegossen wurde ist nunmal so, es gilt jetzt die Problematik aufzugreifen und zu lösen.
    Das Buschkowsky es vermutlich alleine nicht kann, scheint für mich einer der Hauptgründe zu sein, warum er dieses Buch überhaupt geschrieben hat.

    • “Politische Korrektheit” so a la “das wird man doch noch sagen dürfen”? “Die real existierenden Probleme ignorieren” hört sich für mich nach real existierender Sozialismus an und was dabei am Ende rauskam, sollte bekannt sein. Hier ignoriert niemand die Probleme, die es in Neukölln durchaus gibt. Im Gegensatz zu Buschkowsky wissen wir, dass sie zu lösen sind. Er macht ja wenig bis keine Vorschläge dazu. Ausser sozialistischer Kindergartenpflicht und monitären Sanktionen. Der Hauptgrund warum er das Buch geschrieben hat, ist meiner Meinung nach rein finanzieller Natur oder hat er angekündigt alle Einnahmen in Integrationsprojekte fliessen zu lassen? Nein, eben nicht.

    • “Wenn wir Buschkowsky jetzt als Rassisten abstempeln und dabei die real existierenden Probleme ignorieren, ist niemandem geholfen.”

      Buschkowsky konstruiert Identitäten auf Basis von genetischen Kollektiven, denen er bestimmte Eigenheiten zuordnet (“Afrikaner”, “Biodeutsche”, “Schrumpfgermanen”…). Das macht ihn im gleichen Maße zum Rassisten wie Sarrazin, der von jüdischen Genen spricht oder Volksgruppen genetische Ähnlichkeiten bescheinigt.

      Da die Lösungen für real existierende Probleme nicht in der Genetik von Menschen oder ihrer “Volkszugehörigkeit” zu suchen sind, ist die Ablehnung der rassistischen Positionen der erste Schritt, um Probleme identifizieren und lösen zu können.

      Und dass er möglicherweise in Talkshows eine andere Sprache als auf seinem Schreibtisch verwendet, macht ihn im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Schreibtischtäter.

  5. Ich kenne den Mann zu wenig um beurteilen zu können, ob er ein Geldgieriger Sack ist, oder ob ihm wirklich was an dem Bezirk und allen Menschen darin etwas liegt.
    Aber guter Vorschlag, das könnt ihr ihm auf der nächsten Veranstaltung ja per Transparent auf die Nase binden.

    ‘“Politische Korrektheit” so a la “das wird man doch noch sagen dürfen”?’
    Nein, das wäre ja ein dummes Totschlagargument. Zu sagen, “Leute unterschiedlicher Farbe” machen dies und jenes, oder die “Schwarzen” im Bezirk haben eine höhere Kriminalitätsrate ist einfach nur politisch inkorrekt. Jemand der das Gendergap als Pflicht betrachtet wird sowas natürlich nicht sagen dürfen. Im Endeffekt sagt man doch dasselbe. Die betroffenen Gruppen sind so oder so in ihren Gefühlen verletzt. Ich vermute Mal in politisch korrekter Sprache wäre sein Buch um 100 Seiten länger gewesen.

    Ich habe auch die Meinung entwickelt, dass politische Korrektheit keine Probleme löst, sondern nur ein Schmerzmittel für die Symptome darstellt.

  6. Was ich mir wirklich wünsche ist, dass unsere Kritik differenziert gehört wird. Ich bin es satt, seit Wochen in die Schublade der “Gutmenschen” gesteckt zu werden, die anderen Rassismus vorwerfen, nur weil sie angebliche Wahrheiten nicht hören und Wirklichkeiten nicht sehen wollen.

    Ein Teil meiner Kritik bezieht sich auf die Sprache Buschkowskys in seiner Funktion als Bezirksbürgermeister. Durch vereinfachte, ethnienzentrierte und populistische Darstellungen befeuert er Vorurteile und Schubladendenken und treibt einen Keil zwischen die Neuköllner_innen.

    Ich finde, dass diese Art sich in der Integrationsdebatte zu positionieren, alles andere als “äußerst notwendig” ist! Ich empfinde dieses Gebärden als grob fahrlässig und äußerst unverantwortlich.

    Ich kann mich nur wiederholen: Solange unsere Kritik als “Rassismuskeule” in die Gutmenschenschublade abgelegt wird, kommen wir in diesem Diskurs nicht weiter.

  7. Das ist ja schon richtig, dass wir nicht weiterkommen, wenn ihr in die Rassismuskeulen-Schublade gesteckt werdet, denn an eure Kritik ist natürlich berechtigt. Leider kommen wir genauso wenig weiter, wenn wir Buschkowsky als Rassisten abstempeln und seine Thesen ignorieren. Sicher hätte er sich differenzierter und weniger populistisch ausdrücken können, allerdings spricht er aus meiner Sicht existierende Probleme an.

    Auch wenn es keine einfache Aufgabe ist, aber wieso bringt ihr nicht ein Buch heraus, mit eurem Blick auf Neukölln, mit den Problemen die ihr empfindet (falls ihr welche bemerkt) und vielleicht sogar schon mit Lösungsansätzen für BVV und AGH. Wenn es besser als Buschkowskys Buch sein sollte, wird es sicher gelesen werden.

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  9. Also ist Fazit jetzt, alles so laufen lassen wie bisher, bloß nichts kritisches sagen, wird schon klappen mit der Integration.
    Wenn ihr meint.

    • Kritik sollte in der Regel dazu dienen die Verhältnisse zum Positiven zu ändern. Bei Buschkowsky findet sich dazu so gut wie gar nichts. Seine Kritik grenzt aus, spaltet und bereitet den Nährboden für rassistisches Gedankengut. Buschkowsky strebt doch keine Integration an. Was wären denn deine Vorschläge, um die Integration voranzutreiben?

    • Das Fazit ist, Probleme benennen und nicht überholte und keiner wissenschaftlichen Untersuchung stand haltenden Rassismen zu predigen. Wenn Du glaubst, dass rassistische Äußerungen in Schriftform integrationsfördernd sind, leben wir beide auf einem anderen Planeten. Jeglicher Rassismus ist integrationsbehindernd, weil er Unterschiede zwischen Menschen auf nicht veränderbare Dinge zurückführt. Integration geht davon aus, dass es keine grundsätzlichen Unterschiede zwischen Menschen gibt und deshalb ein friedliches Miteinander zwischen Menschen möglich ist.

  10. Mal kurz zur Erklärung: Man kann einen Begriff, z.B. [Edit: Rassistische Begriffe gelöscht] Man kann auch anhand der Begriffe die Funktion rassistisch diffamierender Abwertung nachweisen. Da sie vermutlich das dicke Buch vom Herrn Buschkowsky gekauft haben, um daraus zitieren zu können und zu wissen, in welchem Kontext er das Wort “Biodeutsche” verwendet, haben Sie mir also etwas voraus.

    Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen: Diese Seite hier ist gespickt mit Diffamierungen. So nennt sich eine Gruppe “Bashkowsky”, in bewusster Verballhornung des Nachnamens des Neuköllner Bürgermeisters. Diesen zu bashen, also zu schlagen, das steckt da unmittelbar drin. Dann heißt es oben drüber “Good Night Buschkowsky Pride!”, welches unmittelbar anspielt auf den scheinbar antifaschistischen Spruch “Good Night White Pride”. Es wird also die Assoziation hergestellt, Buschkowsky sei teil einer nazistisch-arischen Bewegung, die bekämpft, ja vernichtet (good night eben) werden müsse.

    Nur auffällig ist eben, dass der Neuköllner Bürgermeister offensichtlich den Mut hat, wenigstens partiell soziale Verhältnisse zu beschreiben und für deren Verbesserung einzutreten, während hier ein Kollektiv autoritär Fixierter ihm gerade seine Kritik an kriminell-kapitalistischen Strukturen im Neuköllner Kiez übelnimmt und offensichtlich ganz einverstanden ist mit Verrohung und totalitären, antisozialen Ideologien.

    Buschkowsky bereite, schreiben Sie hier an anderer Stelle, “den Nährboden für rassistische Gedanken”. Sie bezichtigen ihn also, nicht nur Rassist zu sein, sondern darüberhinaus Rassismus zu befördern. Bescheidene Frage: Sind Sie mit dem Klammersack gepudert? Nicht nur ihrer justiziablen Beleidigungen wegen, sondern auch, weil sie die Dinge munter ins Gegenteil verkehren? Denn anders als einige stockreaktionäre Islamverbände fordert Buschkowsky nicht eine Partizipation derselben, sondern eine Integration der Individuen.

    Nicht Buschkowsky agiert mit gruppenbezogenen Feindbildern, sondern diejenigen, deren antisoziales Verhalten er kritisiert, und Sie natürlich. der Sie in Missachtung der tatsächlichen sozialen Verhältnisse sich propagandistisch engagieren, die krassen Neuköllner Auffälligkeiten zu leugnen.

    • Im Willy-Brandt-Haus sagte Buschkowsky, dass er das Wort “Bio-Deutsche” eigentlich nicht mag, er es aber verwendet, denn sonst könnten sich noch Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit angesprochen fühlen, die eben keine Bio-Deutschen seien, weil sie einen sog. Migrationshintergrund besitzen. Soll er doch gleich Arier sagen, wenn er Arier meint.

      Ich kann hier keine Diffamierungen erkennen, ausser bei einigen Kommentaren, in denen der Rassismus von Buschkowsky entweder verteidigt oder gleich geleugnet wird. “Good Night White Pride” ist nicht nur scheinbar ein antifaschistischer Spruch. Antifaschismus muss Menschen wie dir wahrlich ein Dorn im Auge sein, wenn du hier so primitiv dagegen hetzt. Gute Nacht ist für dich ein Vernichtungswunsch? Bwahahahaha. Platter und dümmer geht es ja kaum noch.

      • “Als Biodeutscher werden Personen bezeichnet, die ethnisch von deutschen Eltern abstammen. Der Begriff wird überwiegend von Personen mit Migrationshintergrund zur Abgrenzung eingesetzt, in der deutschstämmigen Bevölkerung ist der Begriff so gut wie nicht verankert. Er wird vermutlich abwertend verwendet.”

        “Der Begriff Biodeutscher wurde von Personen mit Migrationshintergrund erstmalig in Verkehr gebracht” (Czem Özdemir)

        Nur so als Info.

  11. @telegehirn:
    “Kritik sollte in der Regel dazu dienen die Verhältnisse zum Positiven zu ändern.”
    Also glaubst du allen Ernstes, dass Buschkowsky versucht die Verhältnisse zum Negativen zu Ändern? Das ist absurd.
    Das seine Äußerungen nicht bei allen Menschen auf Zuspruch stoßen ist logisch, besonders die Menschen, die Buschkowsky angreift, werden natürlich zuerst zurückkeifen, bevor sie daran denken, dass an den Anschuldigungen etwas dran sein könnte.

    “Buschkowsky strebt doch keine Integration an. Was wären denn deine Vorschläge, um die Integration voranzutreiben?”
    Das Buschkowsky keine Integration anstrebe, ist meines Achtens nach eine lächerliche Behauptung, die nur Sinn ergibt, wenn man diesen Menschen als Rassisten betrachtet.
    Integration ist für die gesamte Gesellschaft förderlich, ein Nazi will davon natürlich nichts wissen. Ein Nazi würde Ausgrenzen und Abschieben. Nur ist Buschkowsky kein Nazi, er erkennt den Wert der Integration und er will drastische Änderungen in der Integrationspolitik.

    Um die Integration voranzutreiben muss einiges getan werden. Ich plädiere dafür, dass Integrationsprogramm (Integrationskurse) des Bundes auszuweiten und die Schulbildung bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern.
    Auch sollte es bessere Hilfestellen für Menschen geben, die in patriarchalischen Strukturen und Familie gefangen sind.
    Die Parallelgesellschaft muss zerstört werden und eine gemeinsame Gesellschaft aufgebaut werden. Soziale Brennpunkte und Ghettos bilden sich auch durch schlechte Wohnungspolitik und Gentrifizierung. Sozialbau in großem Maße, wie etwa das Pallasseum bei mir um die Ecke, halte ich für destruktiv.
    Auch bin ich für härtere Strafen bei kriminellen Delikten. Es kann nicht sein, dass Menschen halb totgeprügelt werden und die Täter anschließend nur eine kurze Bewährungsstrafe bekommen. Gleichzeitig müssen die Täter in Haft durch Bildung bestmöglich auf eine Resozialisierung vorbereitet werden. Abschreckung und Erkenntnis quasi.
    Auch sollte man alle Spielcasinos, Wettbüros und ähnliches hochnehmen und verbieten. Notfalls Gesetze dafür schaffen.
    Es gibt Tausende Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation, aber Buschkowsky als Rassisten zu denunzieren, ist keine davon.

    @nonconformworld;
    Da du Buschkowsky undifferenziert als Rassisten abstempelst, braucht man mit dir gar nicht diskutieren, da es bei solcher Engstirnigkeit keinen Prozess geben dürfte. Ich finde diese Aussagen einfach nur traurig.
    “Integration geht davon aus, dass es keine grundsätzlichen Unterschiede zwischen Menschen gibt und deshalb ein friedliches Miteinander zwischen Menschen möglich ist.”
    Das ist wieder so undifferenziert, dass es einfach nur unbrauchbar ist. Biologisch etwa? Oder kulturell?
    Welcher renommierte Soziologe hat diese These denn aufgestellt?
    Ich behaupte einfach mal, dass für gelungene Integration die Unterschiede der Menschen aufgezeigt werden müssen, damit ein Konzept überhaupt erst funktioniert.
    Hypothetisch könnte man ja auch indigene Amerikaner, afrikanische Kindersoldaten, Taliban und ultraorthodoxe Juden mit Italienern und Belgiern, die nach Deutschland einwandern, gleichsetzen. Sind ja alle gleich, oder?

    Ernsthaft Leute, was ihr schreibt, bringt auf diesem Planeten niemanden weiter.

    Hier, ein Kommentar im Tagesspiegel:
    http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/gastkommentar-wir-brauchen-mehr-buschkowskys/7262304.html

    Ihr könnt ja auf eurer tollen Seite hier mal selbst ein paar Integrationstipps geben.
    Ich hab das Gefühl, bis auf “Rassismus ist destruktiv”, wird nicht viel kommen.
    Aber das reicht sicherlich auch für ein künftiges friedliches Miteinander.

    • “Also glaubst du allen Ernstes, dass Buschkowsky versucht die Verhältnisse zum Negativen zu Ändern? Das ist absurd.”

      Sein vor Rassismen triefendes Buch wird wohl kaum die Situation in Neukölln verbessern. Das ist die Wirklichkeit!

      “Das seine Äußerungen nicht bei allen Menschen auf Zuspruch stoßen ist logisch, besonders die Menschen, die Buschkowsky angreift, werden natürlich zuerst zurückkeifen, bevor sie daran denken, dass an den Anschuldigungen etwas dran sein könnte.”

      Bisher habe ich nur Buschkowsky und seine Fans keifen hören. Welche “Anschuldigungen” meinst du denn? Das Afrikaner dealen, saufen, schlagen und faul sind, wie es Buschkowsky in seinem Buch schreibt? Oder dass bei einem Auffahrunfall mit einem Menschen, der laut Buschkowsky am Äusseren eindeutig als Einwanderer erkennbar sei, ein Deutscher stets mit Ärger rechnen muss, weil “diese Menschen” eben grundsätzlich kriminell sind? Wie erkenne ich einen Einwanderer eindeutig an seinem Aussehen und wie erkenne ich welche Staatsangehörigkeit besitzt? Oder die abwegige Vermutung, weil in einer Statistik stehen soll, dass X Prozent der Eltern an einer Schule von Zahlungen für Lehrmittel befreit seien und eine anonyme Person gesehen haben will, dass eine unbestimmte Anzahl von Kindern mit einer unbestimmten Anzahl von Autos mit einem vermuteten Wert von ca. 100.000€, die von dem Autor und der anonymen Person nicht bekannten Personen gesteuert werden, von der Schule abgeholt wurden und daraus geschlossen wurde, dass Migranten, die Sozialleistungen kassieren sollen gleichzeitig mit teuren Autos durch die Gegend fahren würden, die sie sich ja nicht leisten können und daher zwangsläufig kriminell sein müssten. In all diesen Beispielen aus dem Buch geht es Buschkowsky also um die Herkunft und welche Überraschung: Immer sind Deutsche die Guten, die zum Opfer der bösen und kriminellen Migranten werden. Du merkst schon wie Buschkowsky hier Vorwürfe konstruiert?

      “Das Buschkowsky keine Integration anstrebe, ist meines Achtens nach eine lächerliche Behauptung, die nur Sinn ergibt, wenn man diesen Menschen als Rassisten betrachtet.
      Integration ist für die gesamte Gesellschaft förderlich, ein Nazi will davon natürlich nichts wissen. Ein Nazi würde Ausgrenzen und Abschieben. Nur ist Buschkowsky kein Nazi, er erkennt den Wert der Integration und er will drastische Änderungen in der Integrationspolitik.”

      Anders herum wird ein Schuh draus: Gerade die rassistischen Sichtweisen in seinem Buch, die wir hier mehrfach dargelegt haben und die bisher nicht widerlegt werden konnten, da die Wahrheit und Wirklichkeit nicht widerlegbar sind, verhindern noch mehr eine Integration als sein bisheriges Verhalten ohnehin. Wo steht hier, dass Buschkowsky ein Nazi sei? Daher frage ich mich schon, warum du Buschkowsky präventiv freisprichst? Wem schon fremde Essensgerüche im Treppenhaus oder nicht-deutsche Beschriftungen an Geschäften in Neukölln dafür verantwortlich sein sollen, dass sich Deutsche fremd im eigenen Land fühlen, wie Buschkowsky es behauptet, dann kann ihm wohl kaum ernsthaft unterstellt werden, dass er ein besonderes Interesse an Integration besitzt. Er denkt dabei ja eher an eine Monokultur, die assimiliert und nicht integriert oder inkludiert. Er spricht sich offen dagegen aus, dass Kinder zweisprachig auswachsen. Für ihn zählt nur die deutsche Sprache, obwohl es für Kinder ohne weiteres möglich ist zweisprachig aufzuwachsen.

      “Um die Integration voranzutreiben muss einiges getan werden. Ich plädiere dafür, dass Integrationsprogramm (Integrationskurse) des Bundes auszuweiten und die Schulbildung bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern. Auch sollte es bessere Hilfestellen für Menschen geben, die in patriarchalischen Strukturen und Familie gefangen sind.”

      Bildung ist immer gut und mit mehr Bildung und Weltoffenheit wäre aus Heinz vielleicht was Anständiges geworden. Wer weiß. Ich finde, es sollte dringend etwas für jene unterdrückten Frauen getan werden, die oft etwas abwertend Importbräute genannt werden. Es kann doch nicht sein, dass Männer sich Frauen im Ausland einkaufen und sie hier unterdrücken. Wenn ich diese dickbäuchigen deutschen Männer sehe, die in Thailand, den Philippinen oder sonstwo kaufen, um sie in Deutschland als Dienerinnen zu missbrauchen, dann packt mich die kalte Wut. Da muss dringend etwas getan werden. Ganz deiner Meinung.

      “Die Parallelgesellschaft muss zerstört werden und eine gemeinsame Gesellschaft aufgebaut werden.”

      Ein Volk? Eine Gesellschaft? Volksgemeinschaft ick hör dir trapsen!

      “Soziale Brennpunkte und Ghettos bilden sich auch durch schlechte Wohnungspolitik und Gentrifizierung.”

      Wer ist denn für die Wohnungspolitik verantwortlich? Jene politische Klasse, der Buschkowsky seit Jahrzehnten angehört. Buschkowsky leugnet in seinem Buch ganz explizit, dass so etwas wie Gentrifizierung in Berlin stattfinden würde. Eine weiterer Beleg für seinen Realitätsverlust. Dabei befeuert er seit Jahren gezielt die Aufwertung von Neukölln und befürwortet die soziale Verdrängung von Menschen aus ihren Kiezen. Er nennt das euphemistisch Durchmischung.

      “Sozialbau in großem Maße, wie etwa das Pallasseum bei mir um die Ecke, halte ich für destruktiv.”

      Wieso? Welche Alternative schlägst du vor?

      “Auch bin ich für härtere Strafen bei kriminellen Delikten.”

      Durchgreifen! Todesstrafe schon für Falschparker! DAS wird bestimmt helfen. Nicht.

      “Es kann nicht sein, dass Menschen halb totgeprügelt werden und die Täter anschließend nur eine kurze Bewährungsstrafe bekommen.”

      Nenne doch einmal einige Beispiele, wo Menschen halb totgeprügelt wurden und “die Täter anschließend nur eine kurze Bewährungsstrafe” bekommen haben sollen. So 10 müsstest du doch ohne weiteres liefern können, wenn das so häufig vorkommen soll, wie du behauptest. Aber schon interessant, wie Nicht Juristen es immer besser wissen. Gerade im Jugendstrafrecht gibt es einen großen Spielraum.

      “Gleichzeitig müssen die Täter in Haft durch Bildung bestmöglich auf eine Resozialisierung vorbereitet werden. Abschreckung und Erkenntnis quasi.”

      In Berlin ist das ohne weiteres möglich in der Haft Abschlüsse zu machen. So ist schon jetzt die Wirklichkeit.

      “Auch sollte man alle Spielcasinos, Wettbüros und ähnliches hochnehmen und verbieten. Notfalls Gesetze dafür schaffen.”

      Hochnehmen, verbieten und dann “notfalls” die Gesetze ändern? Puh! Mit der FDGO und dem GG scheinst du bei der Rechtsauffassung aber ordentlich auf Kriegsfuß zustehen. Bestimmte Wettbüros leiten sich aus dem Einigungsvertrag ab. Da kannst du nichts ändern. Vielleicht nach einem faschistischen Putsch änderbar, aber soweit würdest selbst du nicht gehen wollen. Nehme ich an. Ich weiß es nicht.

      “Es gibt Tausende Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation, aber Buschkowsky als Rassisten zu denunzieren, ist keine davon.”

      Wir haben immer und immer wieder eindrucksvoll belegt, warum diese oder jene Passagen aus dem Buch von Buschkowsky rassistisch sind. Bisher hat das noch niemand widerlegen können. Wie auch? Wie lassen sich Wahrheit und Wirklichkeit widerlegen ohne zur Lüge Zuflucht suchen zu müssen?

      • Bleiben wir doch besser bei direkten Zitaten aus dem Buch. Nur weil du mit deiner inneren rassistischen Grundhaltung immer alles gleich verallgemeinerst, steht dies noch lange nicht so im Buch.

  12. Tja, Werner: Einmal ein Beleg dafür, dass du das Buch gar nicht gelesen hast.

    • Zitate bitte. Sonst macht das doch keinen Sinn. Am besten ein Zitat und gleich dahinter detailliert die Begründung warum der Inhalt des Zitats unwahr ist.

      • Tja, wenn du unsere Artikel und Tweets gelesen hättest, dann würdest du jetzt so einen Unsinn fordern. Melde dich doch erst zu Wort, wenn du dich ins Thema eingelesen hast, aber so ist das sinnlos.

  13. ” Wenn ich diese dickbäuchigen deutschen Männer sehe, die in Thailand, den Philippinen oder sonstwo kaufen, um sie in Deutschland als Dienerinnen zu missbrauchen, dann packt mich die kalte Wut. ”

    Ist schon ganz böser Rassismus, wie sie alle Deutschen als Sklavenhalter brandmarken. Ich möchte, dass sie dieses Thema nie wieder ansprechen. Ich kenne nämlich persönlich keinen deutschen Mann der seine aus Thailand stammende Frau als Dienerin missbraucht. Diese Unterstellung ist doch purer Rassismus. Desweiteren möchte ich sie bitten die Diskriminierung von Übergewichtigen zu unterlassen. Nicht alle übergewichtigen Männer missbrauchen ihre Frauen.

  14. Ich bin wohl ganz dicht an der Grenze zu den Ideologen des Nationalsozialismus. Ich hätte dich fast für anti-deutsch-links gehalten, bist ja aber nach eigener Aussage Anarchist. Auweia, wüssten die anderen Leute mit denen ich brunche im besetzten Haus, was für ein rechter Typ ich doch bin, wär ich sicher schon verprügelt worden.
    Anarchismus scheint mir ja fast Sozialromantik 2.0 zu sein. Würde auch sicher funktionieren, wenn alle Menschen wie du wären und sich höchstens im Feuilleton die Köpfe einschlagen. Ist aber leider nicht die Wirklichkeit.

    Ernsthaft, dieses Geschwafel von der “Wahrheit” und der “Wirklichkeit”, die du beschreibst, kann man ja kaum aushalten. Gut ich versuche mal sachlicher zu werden.

    “Sein vor Rassismen triefendes Buch wird wohl kaum die Situation in Neukölln verbessern. Das ist die Wirklichkeit!”
    Die Wirklichkeit ist also dein Blick in die Zukunft. Wir sprechen uns dann in zwanzig Jahren und sehen dann wer recht hatte.

    Ich, Buschkowsky-Fan-Boy, keife dann mal weiter.

    “Welche “Anschuldigungen” meinst du denn? Das Afrikaner dealen, saufen, schlagen und faul sind, wie es Buschkowsky in seinem Buch schreibt? ”
    Naja, das machen auch Deutsche. Nur ist die Quote vielleicht eine Andere. Ich hab nur die Erfahrung gemacht, dass einige Afrikaner hauptsächlich dealen. Finde das aber auch gar nicht so schlimm. Irgendwer muss ja auch die Drogen, die von den Deutschen konsumiert werden, verkaufen.
    Ich meine die Afrikaner trotzdem nicht, wenn ich von zurückkeifen rede. Das sind eher die mit Vertretung im Bezirk und in der Politik durch Verbände.

    “Oder dass bei einem Auffahrunfall mit einem Menschen, der laut Buschkowsky am Äusseren eindeutig als Einwanderer erkennbar sei, ein Deutscher stets mit Ärger rechnen muss, weil “diese Menschen” eben grundsätzlich kriminell sind? Wie erkenne ich einen Einwanderer eindeutig an seinem Aussehen und wie erkenne ich welche Staatsangehörigkeit besitzt?”

    Ja, ganz schwieriges Thema. Vermischung von Ethnie und Staatsangehörigkeit. Der Einwanderer könnte ja auch Holländer sein. Oder Amerikaner. Und der war vielleicht mal Deutscher. Ich denke Buschkowsky spricht hier von Einwanderern, die nicht aus Westeuropa migriert sind. Sie mögen einen deutschen Pass haben und in dritter Generation in Deutschland geboren sein. Dennoch ist fraglich, welcher Kultur sie sich selbst zuordnen würden. Und ob Opa aus Anatolien nicht doch noch ein sehr viel Einfluss hat. Am Aussehen erkennt man Ethnien übrigens in den meisten Fällen. Ich bin mir sicher, dass du weißt, was Buschkowsky meint. Du störst dich nur an seiner verallgemeinernden, politisch inkorrekten Sprache. Welche aber bitter notwendig ist um nicht auf Meta-Meta-Ebene zu diskutieren.
    Guck doch mal deinen Stammbaum an, lebten deine Urgroßeltern schon in Nord-Westeuropa, so kannst du sicher sein, dass Buschkowsky dich nicht für einen Einwanderer hält, sondern für einen Biodeutschen. Damit ist zu 99%iger Wahrscheinlichkeit deine Kultur auch Westeuropäisch. Und darum geht es in der Debatte ja eigentlich, um die Kultur. Und dass es einen scheinbaren Zusammenhang zwischen Aussehen und Kultur gibt. Den scheinst du aber zu verkennen. Die Staatsangehörigkeit (durchs Aussehen nicht zu erkennen) interessiert in dieser Debatte niemanden. Das willst du aber nicht verstehen.
    Dass es bei all diesen Begrifflichkeiten zu verletzten Gefühlen kommt ist ein Opfer, das wir bringen müssen.

    “Gerade die rassistischen Sichtweisen in seinem Buch, die wir hier mehrfach dargelegt haben und die bisher nicht widerlegt werden konnten, da die Wahrheit und Wirklichkeit nicht widerlegbar sind, verhindern noch mehr eine Integration als sein bisheriges Verhalten ohnehin.”
    Belegt habt ihr aber gar nichts. Ihr habt das einfach so gesagt. Dadurch wird es leider nicht zur Wirklichkeit. Es ist nur eure Meinung.

    “Wenn ich diese dickbäuchigen deutschen Männer sehe, die in Thailand, den Philippinen oder sonstwo kaufen, um sie in Deutschland als Dienerinnen zu missbrauchen, dann packt mich die kalte Wut.”
    Das gibt es und es ist schlimm. Warum aber sollte er die Deutschen angreifen, wenn es in der Debatte um die Integration von Migranten geht. Das Problem was du beschreibst ist unlösbar. Es sei denn wir emanzipieren diese Frauen eben auch durch Integration oder verbieten die Ehe zu Thailänderinnen. Außerdem, guck dir diese dickbäuchigen Männer an. Nachwuchs haben die zum Glück sowieso nicht.

    ” Er spricht sich offen dagegen aus, dass Kinder zweisprachig auswachsen.”
    Hier widerspreche ich Buschkowsky, ich halte das für richtig, gerade auch um keine kulturelle Assimilation hervorzurufen.

    “Buschkowsky leugnet in seinem Buch ganz explizit, dass so etwas wie Gentrifizierung in Berlin stattfinden würde. ”
    Auch hier widerspreche ich. Sie findet statt. Vielleicht bin ich doch kein so großer Fan?

    ““Sozialbau in großem Maße, wie etwa das Pallasseum bei mir um die Ecke, halte ich für destruktiv.”
    Wieso? Welche Alternative schlägst du vor?”
    Ghettoisierung, hohe Kriminalität. Betrifft auch die Deutschen die dort leben. Alternative: Kleinere Sozialbaueinheiten, vermischt mit Mitelschichtlern.

    “Ein Volk? Eine Gesellschaft? Volksgemeinschaft ick hör dir trapsen!”
    Achso. Da du das ja perfekt geschlussfolgert hast (bin ja NS-Anhänger), bleiben wir dann bei der Parallelgesellschaft.

    “Hochnehmen, verbieten und dann “notfalls” die Gesetze ändern? Puh! Mit der FDGO und dem GG scheinst du bei der Rechtsauffassung aber ordentlich auf Kriegsfuß zustehen.”
    Organisierte Kriminalität zu bekämpfen verstößt also gegen das Grundgesetz? Das ist wohl ein Scherz.
    Die Kontrollen dieser Spielstätten sind bei derzeitiger Gesetzeslage kaum möglich und werden zu selten durchgeführt.
    Hätte als Kontrolleur aber auch Angst um mein Leben.

    Wer hier lügt seid ihr. Und ihr lügt in erster Linie euch selbst an.

    • - ” Er spricht sich offen dagegen aus, dass Kinder zweisprachig auswachsen.”

      Bitte ein Zitat und in welchem Kontext er das geschrieben, gesagt haben soll.

    • “Ich bin wohl ganz dicht an der Grenze zu den Ideologen des Nationalsozialismus.”

      Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

      “Ich hätte dich fast für anti-deutsch-links gehalten, bist ja aber nach eigener Aussage Anarchist.”

      Bevor ich dem Nächsten hier die Basics erklären muss und Bildungslücken in galaktischen Dimensionen schliessen soll, lies einfach mal hier zum Thema: http://telegehirn.wordpress.com/2007/08/13/antideutsch-ist-nur-ein-schlagwort/

      “Anarchismus scheint mir ja fast Sozialromantik 2.0 zu sein. Würde auch sicher funktionieren, wenn alle Menschen wie du wären und sich höchstens im Feuilleton die Köpfe einschlagen.”

      So quakt der Neoliberalismus. Langweilig.

      “Ernsthaft, dieses Geschwafel von der “Wahrheit” und der “Wirklichkeit”, die du beschreibst, kann man ja kaum aushalten.”

      Da gebe ich dir Recht, aber ich würde Buschkowsky in dem Punkt kein Geschwafel vorwerfen, aber ich verstehe deine Kritik an ihm.

      “Gut ich versuche mal sachlicher zu werden.”

      Ehrenhaft, aber in Anbetracht deines fortgesetzen Scheiterns hier, wäre ich mit solchen Versprechen eher vorsichtig.

      “Die Wirklichkeit ist also dein Blick in die Zukunft. Wir sprechen uns dann in zwanzig Jahren und sehen dann wer recht hatte.”

      Was genau soll denn in 20 Jahren sein? Schildere doch mal dein Schauermärchen von der Zukunft, die du aus irgendwelchen Gründen ja zu kennen scheinst. Glaskugel, eh?

      “Ich, Buschkowsky-Fan-Boy, keife dann mal weiter.”

      Aus dieser Erkenntnis muss aber der Wille zur Besserung erwachsen.

      “Naja, das machen auch Deutsche. Nur ist die Quote vielleicht eine Andere.”

      Vielleicht? Du vermutest es also nur, weil Buschkowsky davon in seinem Buch schreibt, übernimmst du das kritiklos? Sachen gibt es. Selbst wenn, was hat Herkunft mit Verhalten zu tun?

      Und so weiter und so fort…

    • Ich glaube einfach, dass wir wirklich in verschiedenen Realitäten leben. Du scheinst Sätze zuhören und zu lesen, die kaum ein anderer Menschen hören oder sehen kann. Wenn du dann den Beweis antreten sollst kneifst du. Peinlich, peinlich.

  15. Wo sind denn die zig rassistischen Zitate aus dem Buch die ihr bringen wolltet? War das nicht euer Hauptziel?

  16. Habe ich aber nicht, weder beim lesen des Buches noch hier im Blog und da du dich einfach dumm stellst und meiner einfachen Bitte diese hier nochmal zu kopieren nicht nach kommst, gehe ich davon aus das es sie nicht gibt. Wenn du noch nicht mal einen Linken von deiner Meinung überzeugen kannst, dann sehe ich schwarz das dein ganzer Aufwand hier überhaupt Sinn macht.

    • In den offenen Briefen und im Uraniaartikel konntest du keine Zitate finden? Wolltest wohl keine finden, eh? Du meinst also, du könntest hier Forderungen stellen und ich springe? Du bist wohl mit der Muffe gepufft! Wenn ich dir hier nochmal alle Zitate aufhäufe wirst du eh wieder leugnen und verdrehen.

    • Wo willst du denn “links” seien? Wie kommst du darauf, dass wir Menschen überzeugen wollen? Wieder einmal kommen von dir nur Vermutungen, Klischees und Unterstellungen. Ich hatte dich ja mal gefragt, wo du in Neukölln angeblich soziale Arbeit betreibst und es kaum keine Antwort. Wenn ich jetzt eine Mail schreibe, an die Anschrift, die du hier angegeben hast, werde ich dich dann erreichen oder hast du auch geschwindelt, eh?

      Es heisst nicht “hier überhaupt Sinn macht”, sondern Sinn ergeben. Beliebter Fehler, aber das ist dir bestimmt bekannt, wenn du wirklich in der Erwachsenenbildung arbeiten solltest. Wie gesagt: wenn.

      • Danke für den Tipp. Ich bin mit Sicherheit kein Rechtschreibprofi. Bei der Erwachsenenbildung mache ich deshalb auch nur einfache Dinge. Meistens nur Konversation. Kein Ersatz für einen professionellen Sprachkurs. Dort treffe ich auch nur Leute die das wirklich wollen. Davon gibt es nämlich auch eine ganze Menge in Neukölln. Ich würde auch gerne “Lesepate” sein, nur leider habe ich vormittags keine Zeit.

  17. Ich habe jetzt mal alle Zitate aus dem offenen Brief II rausgesucht. Sind die jetzt alle rassistisch? Wenn nicht, könnten sie mir die ihrer Meinung nach rassistischen Aussagen raussuchen?

    “die bittere Wahrheit über Multi-Kulti”
    “wo kleineren Kindern von größeren Jugendlichen ein Wegezoll oder eine Benutzungsgebühr für das Klettergerüst abverlangt wird”
    “um nicht von den Streetfightern aus dem Wagen nebenan angepöbelt”
    “man dem Busfahrer die Cola über den Kopf schüttet, wenn er nach dem Fahrschein fragt”
    “das alles macht einfach nur schlechte Laune. Schon beim Lesen.”
    “solange wir eine Politik des Alles-Verstehens und des Alles-Verzeihens betreiben und den Menschen signalisieren, dass wir gar nicht daran denken, die Verhältnisse zu ändern.”
    “Verwahrlosung der Sitten”
    “zur kulturellen Identität und zur Weltoffenheit gehören”
    “wirklich erfolgreiche Integrationspolitik”
    “dieses ständige demonstrative Nichtbeachten von Umgangsformen wie Höflichkeit oder Rücksichtnahme”
    “Wo bin ich denn hier eigentlich?”
    “das noch meine Stadt, meine Heimat”
    “auch keine Exzesse des Augenblicks, sondern es geht für die Platzhirsche immer wieder darum, wohlüberlegt zu demonstrieren, dass die Deutschen ihnen gar nichts zu sagen haben und dass die Regeln ihnen scheißegal sind.”
    “dieser Menschen.”
    “in der Neuköllner Sonnenallee [...] zum Beispiel [...] in drei Spuren”
    “der erste Wagen steht auf dem Bürgersteig, der zweite in der normalen Parkspur, der dritte in der zweiten Reihe, also der ersten Fahrspur.”
    “wenn Sie als Deutscher glauben, hier den Chef markieren zu können, würde man Ihnen zeigen, dass Sie gleich die Stiefel Ihres Gegenübers lecken.”
    “Anders ergeht es der Polizeistreife auch nicht”
    “Polizeibeamten achten darauf, möglichst nicht unter Armeslänge an die Person heranzugehen.”
    “die Mütze oder noch andere Dinge weg.”
    “meist in aggressiver Haltung und aggressivem Ton”
    “eskaliert die Situation, müssen die Streifenbeamten Verstärkung herbeirufen. Und es kommt zu einem richtigen Einsatz. Unter Umständen auch mit körperlicher Gewalt. Da kann es dann hinterher schon einmal passieren, dass die Streifenbeamten von ihrem Dienstgruppenleiter gefragt werden, ob sie schon mal was vom Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gehört haben. [...] Ob sie nicht wissen, wie solche Einsätze vom Gericht beurteilt werden?”
    “diese Verhandlungen endeten meist mit einem Freispruch zugunsten der Verkehrsrüpel, wobei im Gegenzug der Polizist froh sein konnte, nicht selbst verurteilt zu werden. Eine Vielzahl von Richtern ist eben nicht bereit, den Polizisten bei deren staatlichem Auftrag, die Verkehrsüberwachung durchzuführen, zu unterstützen bzw. geltendes Recht anzuwenden.”
    “praxisfremden Gutmenschen-Urteiler”
    “wir erziehen unsere Kinder zur Gewaltlosigkeit. Wir ächten Gewalt in der Begegnung und bringen das unserem Nachwuchs bei. Andere bringen ihren Jungs bei, stark, tapfer und kampfesmutig zu sein.”

    • Einzelne Satzfetzen aus dem Zusammenhang zu reissen ist wohl kaum produktiv und diskursfördernd. FunFact: Wie du hier die ganzen Zitate aus dem Uraniaartikel unterschlägst, weil sie dich grandios widerlegen, ist ganz kleines Schmallfilmkino, aber bitte schön. Hier mal nur zwei Beispiele aus den Zitaten, die du dir rausgezogen hast:

      “wenn Sie als Deutscher glauben, hier den Chef markieren zu können, würde man Ihnen zeigen, dass Sie gleich die Stiefel Ihres Gegenübers lecken.”
      “Anders ergeht es der Polizeistreife auch nicht”

      und

      “auch keine Exzesse des Augenblicks, sondern es geht für die Platzhirsche immer wieder darum, wohlüberlegt zu demonstrieren, dass die Deutschen ihnen gar nichts zu sagen haben und dass die Regeln ihnen scheißegal sind.”

      Lass mich raten: Du findest hier nichts, eh? Wer aus dem rechten Auge blind ist, kann halt nichts finden. This means you!

      Interessant, wie viele Zitate du “übersehen” hast. Z.B.:

      “die verhassten Deutschen”, denn “sie sind das Ziel ihrer Aggressionen, und sie haben dem Flashmob nichts entgegenzusetzen:Per SMS-Rundruf finden sich in wenigen Minuten zahlreiche Menschen ein, die sofort eine drohende Haltung einnehmen. Deutsche gelten als leichte Opfer.”

      und

      “Es kann Ihnen passieren, dass Sie bei einem lapidaren Auffahrunfall eine Überraschung erleben. Nämlich dann, wenn Ihr Unfallpartner äußerlich eindeutig als Einwanderer zu erkennen ist.”

      Und du willst hier mit mir diskutieren, bekommst es aber nicht einmal gebacken ein paar Zitate zusammenzusuchen? Deine Trollerei hat nicht einmal Stil. Da lache ich hart.

      • “Einzelne Satzfetzen aus dem Zusammenhang zu reissen ist wohl kaum produktiv und diskursfördernd. ”

        Ganz ehrlich, musst du da nicht schon selber über dich lachen?

      • Tja, Bubele. Lies doch meinen Kommentar zu Ende. Du hast also nicht einzelne Satzfetzen aus dem erklärenden Zusammenhang gerissen? Dann erkläre doch mal, warum du nicht wenige Zitate, die dich widerlegen würden, einfach weggelassen hast? Ja, dazu schweigst du. Bwahahahaha!

      • Du bist doch derjenige der die “Zitate” aus dem Kontext gerissen hast um sie dann nach deiner Phantasie zu vervollständigen.

        “Dann erkläre doch mal, warum du nicht wenige Zitate, die dich widerlegen würden, einfach weggelassen hast?”

        Ich dachte ich hätte alle Zitate aus dem offenen Brief II gefunden. Wenn ich welche vergessen habe dann war das nicht meine Absicht. Aber ich danke dir, dass du jetzt einige hier aufgeführt hast. Das ermöglicht doch eine Diskussion darüber. Ich werde die Zitate im Buch suchen um sie im Kontext zu betrachten und dir dann meine Meinung mitteilen. Das wird eine Weile dauern, aber ich werde mich dann dazu äußern.

      • Lies doch einfach erst das Buch, unsere Tweets und Artikel und melde dich dann zu Wort, anstatt hier rumzublöken und einen auf Besserwisser zu machen.

  18. „Zu dem früher üblichen Bestand der türkisch- und arabischstämmigen Bevölkerung haben sich zunehmend Schwarzafrikaner im Gebiet niedergelassen. Mit den Afrikanern ist noch mehr Brutalität, Drogen- und Alkoholmissbrauch eingezogen.”

    Das ist laut Brainy hier purer Rassismus. Und weil sie das so sagt, ist das auch so. So definiert sie Wahrheit.
    Ich wette ich bekomme es hin, 100 Soziologieprofessoren um ihre Stellungnahme dazu zu bitten. Und sie werden deutlich machen, dass es nicht die Wahrheit ist.

  19. Ich bezweifle, dass es 100 lebende Soziologieprofessoren gibt die der deutschen Sprache mächtig sind. Außerdem würde er diese sicher auch als Nazis und in einer anderen Realität lebend brandmarken. Die wirkliche Realität können nur er und eine handvoll Auserwählter sehen.

  20. Ist doch logisch. Zukünftige Soziologiestudenten sollten sich von telegirn über Rassismus belehren lassen. Ist ja die Wahrheit und Literatur ist eh für’n Arsch.

    • Wann hast du die 100 Profs zusammen? Aber schon abstrus, wenn du glaubst, dass wenn 100 deutsche Beamte behaupten würden, dass es kein Rassismus sei, dass sich der Rassismus in Luft auflösen würde. Du armer Mensch.

  21. Es geht hier doch um eine Definition von Rassismus, die du offensichtlich selbst kreiert hast, um Buschkowsky zu belasten. Wenn man schon so mit der Rassismuskeule schwingt, dann solltet ihr zumindest wissen, aus welchem Holz sie gemacht ist.

  22. War rein hypothetisch, oder bietest du mir was dafür? Mein Leben ist zu kurz, um unbelehrbaren Menschen wie dir, die Realität außerhalb der Scheinwelt aufzuzeigen. Glauben wird dir eh niemand. Wären eure Statements von Substanz hättet ihr es sicher in die Medien geschafft.

    • Ein Scheinangebot also. Dachte ich mir. Große Klappe, aber nichts dahinter. Wie Buschkowsky. Es geht auch nicht um Glauben, sondern um Wissen. Du glaubst halt nur, dass du nicht rassistisch argumentierst. Ein Irrglaube halt. Mehr Bildung und Empathie könnte dir helfen. Könnte, muss aber nicht.

      In “die Medien” haben wir es doch geschafft. Nur deine Wahrnehmung der Wirklichkeit ist gestört. :D

      Jetzt willst du plötzlich keine Zeit mehr haben? Verstehe ich, wo die Luft für dich jetzt dünn wird und du liefern müsstest.

  23. Ihr müsst erst Mal liefern, warum das was Buschkowsky sagt, Rassismus sei.
    Zeit wieder knapp, Vorlesungen gehen wieder los.

    Und noch was, ihr argumentiert dogmatisch und religiös. Ja genau.

  24. Marcel Jay hat meiner Meinung nach recht. Wenn er meint dass du “religiös” argumentierst, meint er damit deine Selbstverständnis, die vollständige und unabänderliche finale Wahrheit zu kennen die keinerlei Kritik gegenüber ein brachbares Gegenargument schuldig ist. Jeder der dich kritisiert, ist per se disqualifiziert. jeder der deinen eigenen Rassismus entlarvt, hat sich selbst entwertet weil der ja dem Gott des Antirassismus diesen Vorwurf macht, jeder der deine ständige Rassismuskeule bemerkt, ist ja schon mal ganz arm weil er das Wort Rassismuskeule benutzt. Jeder der irgendeine faktische Wahrheit einer Bevölkerungsgruppe ausspricht die in irgend einen Zusammenhang mit dem ethnisch-kulturellem Hintergrund der betreffenden Gruppe steht, ist sowieso ein Rassist. Ich nehme an für dich ist schon jemand ein Rassist, der der Ansicht ist das Schwarze mehr Hautpigmente haben als Weisse.

    • Die “finale Wahrheit” reklamiert doch Buschkowsky für sich und mit ihm seine Fans. Deine Gegenargumente, warum diese oder jene Passage aus dem Buch rassistisch sei, kann ich nirgendwo finden. Naja, wer könnte jemand auch so offen rassistische Passagen wie die über “die Afrikaner” verteidigen? Wenn er/sie nicht gerade zur NPD oder anderen faschistischen und rassistischen Gruppen gehört. “Jeder der dich kritisiert, ist per se disqualifiziert” wenn er oder sie keine Argumente bringen kann, sondern nur mit Unterstellungen, Rassismen, Vorurteilen und dergleichen daher kommt. Wenn ich einmal deinen Satz ergänzen darf.

      Wer “entlarvt” denn “meinen Rassismus”? Siehst du, das meine ich: Du arbeitest hier mit Unterstellungen und Diffamierungen. Was ich nachvollziehen kann, denn du hast Null Argumente. Und dann musst du halt mit der Rassismuskeulekeule kommen. Traurig. An deiner Stelle würde ich mich schämen. “faktische Wahrheit einer Bevölkerungsgruppe” WHOA! Du meinst jetzt wohl, dass “die Afrikaner” angeblich mit Drogen dealen, saufen, prügeln etc? Komm mir doch nicht mit der Wahrheitskeule, nur weil du deine Vorurteile und deine rassistischen Klischees verbreiten willst. Armselig. Dein letzter Satz macht noch einmal wunderbar deutlich, was deine primäre Störung ist.

  25. In die gleiche Richtung zielt übrigends deine Verweigerung zuzugeben das die Pluralform “Mitglieder_innen” ungefähr so sinnvoll ist wie “Kinder_innen”. Ich habe das ganz ausführlich erkärt, und es kann wirklich keinen Menschen geben der mir hier ernsthaft widersprechen wird ausser dir, weil du dies eben dogmatisch-religiös betrachtest und nicht argumentativ-interpretierend. Du kannst die nicht einmal theoretisch vorstellen irgendwo nicht recht zu haben, egal wie klar du widerlegt bist. Dann erklärst du einfach alle mit anderer Meinung zu Rassisten und damit erübrigt sich ja eh jegliches weitere Nachdenken. Das ist dann übrigends die Rassismuskeule, die dir ständig vorgeworfen wird und die du so arm findest. Das ist sie in der Tat, aber dass ist nicht die Schuld der Leute die sie dir aufzeigen, sondern der Leute die sie ständig anwenden wie du!

  26. @Marcel Jay

    Ich halte dagegen. Bin selbst Soziologin. Und meine Meinung zu dem Thema kennst du.

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