Gruppe Bashkowsky

Good Night Buschkowsky Pride!

Heinz Buschkowsky im Willy-Brandt-Haus: “Wir haben keine rassistische Gesellschaft!”

10 Kommentare

Die aktuelle Entwicklung am Montag, mit der Besetzung der Botschaft von Nigeria, dem darauf folgenden brutalen Polizeieinsatz und der am späten Nachmittag erfolgten Sponti vom Oranienplatz zur GeSa, die am Platz der Luftbrücke von den Cops gestoppt wurde, wirbelte unsere Planung kräftig durcheinander. So hatten wir am Montag Nachmittag erwogen die Kundgebung kurzfristig abzusagen und zur Teilnahme an der Sponti aufzurufen. Wir standen vor einer schweren Entscheidung und am Ende einer kurzen, aber intensiven Diskussion wollten wir Heinz Buschkowsky dann doch nicht das Feld kampflos überlassen.

So warfen wir vor Ort unsere Planung um und verlasen nur einen Redebeitrag. Anschliessend betraten wir das Willy-Brandt-Haus, um zu sehen, wie die SPD der Ideologie der Ungleichwertigkeit des Menschen den roten Teppich ausrollte. Sigmar Gabriel war nicht erschienen, wer er angeblich krank sei, aber das hielten selbst zahlreiche SPDler_innen vor Ort für vorgeschoben. Für Gabriel sprang die SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks ein, die in ihrer Einführung größtenteil Lob für Buschkowsky übrig hatte, was sie wohl nach der Diskussionsrunde bereut haben dürfte. Das Video zur Veranstaltung im Willy-Brandt-Haus findet sich hier. Buschkowsky vermied es die offen rassistischen Passagen aus seinem Buch zu wiederholen und so hielt sich der Applaus während seiner Lesung erwartungsgemäß in Grenzen. So schwadronierte der kleine Sonnenkönig von Neukölln über fremdartige Essensgerüche im Treppenhaus und Läden mit nicht-deutscher Beschriftung, die den Deutschen das Gefühl geben würden, sich im eigenen Land fremd zu fühlen. Kein Wunder, denn die SPD wollte mit Buschkowsky u.a. über Überfremdungsängste diskutieren und da sind fremde Essengerüche jenseits von Sauerkraut und Schweinshaxe natürlich eine Bedrohung des Deutschtums.

Die folgende Diskussionsrunde verlief relativ schräg. Während Buschkowsky wie ein kleines trotziges Kind in den engen Sessel gepresst auf dem Podium thronte und sich über die angeblich autoritären und paternalistischen Strukturen in Migranten-Familien aufregte und damit den Saal teilweise zum Toben brachte, fuhr er in schlimmster Mackerart Barbara Hendricks und vor allem der stellvertretenden Parteivorsitzenden Aydan Özoguz von oben herab über den Mund. Hier zeigte sich Heinz Buschkowsky wieder einmal als formvollendeter Heuchler. Mit seiner Forderung nach einer Kindergartenpflicht ab dem 13. Lebensmonat stiess er bei Barbara Hendricks auf entschiedenen Widerstand, den er lapidar wegwischte. Buschkowsky will doch allen Ernstes einen der ersten 19 Artikel des GG in seinem Wesensgehalt ändern. Ja, wahrlich ein aufrechter Sozialdemokrat. Auf die Fragen von Aydan Özoguz ging Buschkowsky in den meisten Fällen gar nicht ein. Wieder einmal wurde glänzend belegt, wie wenig Buschkowsky an einem Dialog auf Augenhöhe interessiert ist. Als Aydan Özoguz auf die Vorteile einer zweisprachigen Erziehung hinwies, erntete sie aus dem Publikum Pfiffe und Buhrufe und von Buschkowsky Kopfschütteln. Wenn Multi-Kulti in den Augen dieser Bio-Deutschen gescheitert sein soll, dann verwundert es nicht, wenn diese konsequenterweise kämpferisch für die Errichtung einer deutschen Mono-Kultur eintreten.

Die anschliessende Fragerunde glich einer Farce, da sie viel zu kurz angelegt war. Offensichtlich wollte die SPD keine ernsthafte Diskussion. Auf die Frage, ob sein Buch, das die Ideologie der Ungleichwertigkeit des Menschen propagiere, im Angesicht der jüngsten Attacken durch Nazis auf ein Flüchtlingslager und den erneuten Anschlag auf das Anton-Schmaus-Haus der Falken, den Rassismus in Neukölln verstärke, log Buschkowsky dreist: “Wir haben keine rassistische Gesellschaft.” Fast 200 Morde seit 1990, die Blutspur der NSU und der alltägliche Rassismus leugnet Heinz Buschkowsky weitgehend und wiegen weniger schwer als fremde Essensgerüche im Treppenhaus. Stolz zeigte sich Buschkowsky darüber, dass nur knapp über 3000 Menschen bei der letzten BVV-Wahl die NPD gewählt hätten. Kein Wunder, denn Buschkowsky übernahm einfach die Themen der NPD. Nach dem Motto: Machen wir den Rassismus lieber selbst, bevor es die Nazis tun. Dadurch verschwinden jedoch nicht die Nazis, sondern sie erhalten Auftrieb und der rassistische Grundkonsens eines nicht unbeachtlichen Teils der Gesellschaft verstärkt sich.

Am Ende der Veranstaltung zeigten eine Handvoll Jusos vor dem Willy-Brandt-Haus, was sie von Buschkowsky halten. [1,2]

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10 Gedanken zu “Heinz Buschkowsky im Willy-Brandt-Haus: “Wir haben keine rassistische Gesellschaft!”

  1. Pingback: Heinz Buschkowsky im Willy-Brandt-Haus: “Wir haben keine rassistische Gesellschaft!” « Telegehirn

  2. Da kenne ich noch jemand der nicht “an einem Dialog auf Augenhöhe interessiert” ist. Kritische Kommentare werden einfach gelöscht. Was mich mal interessieren würde ist, ob du wirklich all das genau so glaubst wie du es schreibst. Oder übst du dich nur im schreiben von Propagandaartikeln? Welchen Sinn verfolgt man denn damit sich so auf Buschkowsky einzuschießen? Bloß keine Diskussion über Bildung in Neukölln? Lieber schön die Aufmerksamkeit auf die angeblichen rassistischen Passagen im Buch lenken? Ist das ein Schritt in Richtung Anarchie?

    • Soll ich dir ein Taschentuch reichen? Was du einen “kritischen” Kommentar nennst, war in Wahrheit ein Kommentar voller Diffamierungen, persönlicher Angriffe und Beleidigungen. Wenn du ernsthaft glaubst, dass ich mich im digitalen Wohnzimmer der Gruppe Bashkowsky beleidigen lasse, dann bist du noch dümmer, als ich annahm. In dem Buch gibt es nicht angebliche rassistischen Passagen: Sie sind rassistisch. Da du dich offensichtlich dieser Wahrheit verweigerst, nehme ich an, dass du das Buch nicht gelesen hast.

      • Ich will mich nicht streiten, ob die paar Sätze, die du da gefunden hast jetzt rassistisch sind oder nicht. Wir sind ja hier in deinem Wohnzimmer und da gilt eben deine Definition von Rassismus. Vielmehr möchte ich mal erfahren welchen Sinn es macht gerade den Rassismus im Buch noch mehr zu pushen? Das Buschkowsky aus rein rassistischen Motiven dieses Buch geschrieben hat ist doch nun wirklich abwegig. Bei fast 90% von Kinder mit Migrationshintergrund in Nord-Neukölln würde man doch als Rassist keine bessere Bildung für diese Kinder fordern? Warum nicht mit aller Macht die Forderung nach besserer Bildung in Neukölln hervor heben? Auch gerne mit eigenen Vorschlägen. Oder ist die Forderung nach besserer Bildung auch verwerflich in deinem anarchistischen Weltbild? Gerade die Rechten freuen sich doch darüber wenn der Fokus in der Presse und der Öffentlichkeit auf dem Rassismusanteil des Buches liegt. Mit euren Aktionen fördert ihr also eigentlich den Rassismus. Warum nicht Plakate und Demos bei Buschkowskys Vorträgen mit Plakaten:”Mehr Bildung! Jetzt!”? Das würde die Kapitalisten viel mehr unter Druck setzen als irgendwelche “Nazis raus”-Rufe. Aber das ist nur meine Überzeugung. Danke übrings für das Taschentuch. Ich bin nämlich wirklich ziemlich traurig, dass eine weitere Chance verstrichen ist die Probleme, die es in Neukölln gibt zu lösen. Ich werde mich weiterhin in der Erwachsenenbildung in Neukölln engagieren. Auch wenn ich dort nur mit Menschen zu tun habe die freiwillig kommen, ist es wenigstens etwas. Für Erwachsenenbildung hat übrings Buschkowsky 2010 die Mittel gekürzt, weil er davon überzeugt ist, dass das Geld besser in der Förderung von Kinder aufgehoben ist.

      • Der Kommentar wurde als Spam markiert, da er persönliche Angriffe, Diffamierungen und Beleidigungen enthielt. Du hast zusätzlich auch noch Rassismus entdeckt? Ich hatte dich vor einiger Zeit schon einmal gefragt, du dich angeblich in Neukölln engagierst. Leider kam da keine Antwort. Wo behauptet hier jemand, dass Buschkowsky das Buch aus “rassistischen Motiven” geschrieben hat? Das ist doch ein von dir konstruierter Vorwurf. Eine reine Erfindung von dir. Was ich wirklich abwegig finde, ist deine Ansicht, dass jemand, der angeblich mehr Bildung fordert, keine rassistischen Äusserungen tätigen könne. Die Wirklichkeit ist aber eine andere. Der abstruse Vorwurf, wir würden mit unseren Aktionen gegen Rassismus eigentlich die wahren Rassisten, entlarvt sich von selbst. Das ist die Wahrheit.

        Hättest du das Buch von Buschkowsky gelesen, würdest du die Wirklichkeit erkennen, denn Rassismus ist die Wirklichkeit. Verweigere du dich ruhig nur weiter der Realität. Schlechtmenschen wie du sind das wahre Hindernis für eine erfolgreiche Integration.

  3. [Edit: Wegen zahlreicher strafrechtlich relevanter Inhalte gelöscht]

  4. strafrechtlich relevante Inhalte???? ich habe dich zitiert muhahaha

    • Selbst wenn ein Zitat ohne Quellenangabe unproblematisch wäre: Darum geht es gar nicht. Du hattest in deinem Kommentar zahlreiche Passagen drin, die nun einmal strafrechtlich und auch presserechtlich relevant sind. Da kannst du so viel toben und zetern wie du willst: Gegen die Wirklichkeit kommst du nun einmal nicht an.

  5. Ich meine, es tummel sich in der Bashkowsky VIELE Maulhelden. Was macht ihr denn konkret für die Integration von ausländischen Mitbürgern? Und aufnehmen, verpflegen, kümmern will sich von euch doch auch nicht wirklich, seid doch mal ehrlich. Ich z.B. und zahlreiche Freunde von mir, alle so zwischen 38 und 58 Jahre alt, geben Deutsch- und Mathe-Nachhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund.

    • 1. Ist deine Behauptung nicht überprüfbar und erscheint vorgeschoben. Wo arbeitest du denn konkret.

      2. Sind wir dir keinerlei Rechenschaft schuldig.

      3. “Wir” prahlen nicht mit unseren Aktivitäten, um dann dahinter unsere Ressentiments zu verstecken, wie manch andere hier.

      4. Aufnehmen, Verpflegen etc ist doch wohl eine gesellschaftliche Aufgabe, die du gerne privatisiert gesehen haben willst. Menschenrechte als Privataufgabe? Was stimmt mit dir nicht?

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